Keramik zum Verkauf

Kunst & Keramik vom Wattenmeer – Ilona Weinhold-Wackernah sah sich vor Ort um

Keramik vom Wattenmeer

… was sich hinter diesem Namen verbirgt, wollen wir uns jetzt einmal näher ansehen. Kurz vor dem Ortsschild Wremen steht eine große Produktionshalle (Wremer Specken 40), die mich neugierig gemacht hat. Wie sich herausstellt, ist dies die Produktionsstätte von Norbert Winkler. Herr Winkler betreibt drei Ladengeschäfte, in denen er seine hier hergestellten Keramik-Waren verkauft. Die Läden befinden sich in Wremen, Otterndorf und Cuxhaven-Duhnen. Herr Winkler ist ursprünglich von Beruf Bildhauer, hat sich aber vor einigen Jahren an das Geschäft mit dem Tourismus getraut und unterhält inzwischen diesen 5-Mann-Betrieb und seine drei Verkaufsgeschäfte. Der Sprung ins kalte Wasser scheint sich für ihn gelohnt zu haben. Er beliefert außer seinen eigenen Geschäften auch noch etliche andere, denn Keramikwaren aus dem Norden sind gefragt und das nicht nur bei Touristen. Ungefähr neunzig Prozent der hier hergestellten Waren werden nach den Entwürfen von Herrn Winkler gefertigt, zirka 10 Prozent nach speziellen Wünschen einiger Händler. Hier entstehen Keramik-Service, Vasen, Krüge, Becher, Tierfiguren, Türschilder – einfach alles, was das Herz begehrt.

Die riesige Halle ist angefüllt mit Regalen, auf denen ungebrannte, gebrannte, noch nicht glasierte und fertige Keramik steht. Überall stehen Geräte und Rohmaterialien.

Immer wieder sehe ich Keramik in Hell- und Dunkelblau oder Beige mit blauen Punkten. Das sind die Hauptfarben mit denen Herr Winkler schon lange arbeitet, erklärt er. Diese Farben verkaufen sich hier an der Küste halt gut.

Sehr beliebt sind auch die Türschilder aus Ton, die hier hergestellt werden. Gerade sind zwei Mitarbeiter dabei, neue Schilder in Form zu bringen.

Weiter geht’s durch die große Halle. Wir kommen vorbei an Brennöfen, die teils mit Gas und teils mit Strom betrieben werden. Sie werden je nach Art der Glasur genutzt.

Die einzelnen Keramik-Teile werden entweder frei auf Töpferscheiben gedreht, oder wenn sie exakte Formen haben müssen, in Gießformen gegossen. Untertassen, die genau gleich sein müssen, damit sie im Schrank gestapelt werden können, werden mit Hilfe von Eindrehformen gedreht. Die dazugehörigen Tassen wiederum werden frei gedreht.

Schon faszinierend, wie durch geschickte Finger schöne Formen aus unförmigen Klumpen entstehen. Von so einer richtigen Töpferscheibe hab’ ich schon als Kind geträumt …

Ilona Weinhold-Wackernah

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Der Originalbeitrag erschien in der Zeitschrift NordseePUR, Heft 2 (1996), Text & Fotos: © 1996 Ilona Weinhold-Wackernah (VG Bild-Kunst Nr.: 2218881)

Demnächst werden wir ein eBook mit allen Beiträgen aus den drei Ausgaben der Zeitschrift NordseePUR aus den Jahren 1995-1997 herausbringen – für alle Fans und die, die die Beiträge gerne auf dem iPad dabei haben wollen.

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